Rechtsanwalt Thorsten Bagge

 

Kaufrecht

Einen Kaufvertrag hat  jeder schon einmal geschlossen. Vom Zeitungs- bis zum Autokauf gelten im Wesentlichen die gleichen zivilrechtlichen Regeln.

Für Internetgeschäfte (insb. eBay) finden die Regelungen zum Kaufrecht ebenfalls Anwendung.

Die Tätigkeit als Anwalt im Kaufrecht besteht in der Durchsetzung des Kaufpreises und der Geltendmachung von Gewährleistungs- und Schadensersatzansprüchen.

Oft bestehen Missverständnisse bei den Begriffen Gewährleistung, Garantie, Umtausch und Widerruf.

Die Unterschiede werden im Folgenden erläutert.


Gewährleistung

Das Gewährleistungsrecht greift, wenn die Ware defekt ist oder zu wenig oder die falsche Ware geliefert wird.
Es haftet der Verkäufer

Der Verkäufer ist verpflichtet, nach Wahl des Käufers die Ware zu reparieren oder für Ersatz zu sorgen.

In aller Regel hat der Verkäufer zwei Reparaturversuche. Danach kann der Kundeden Kaufpreis mindern und Geld zurückverlangen. Daneben erhälter ggf.
Schadensersatz.
Der Kunde muss sich nicht mit Gutscheinen begnügen.


Gewährleistungsansprüche verjähren bei Neuware in zwei Jahren, bei gebrauchter Ware nach einem Jahr.

Es ist wegen sog. Beweislastregeln immer ratsam, möglichst schnell den Verkäufer zu kontaktieren und nicht zu lange zu warten. Ratsam ist, sich zunächst das Kleingedruckte des Kaufertrages anzusehen und einen
Anwalt zu kontaktieren.
Der Anwalt hilft Ihnen, Ihre Ansprüche aus dem Kaufvertrag schnell und effektiv durchzusetzen.

 Garantie

Räumt der Herstellereine Garantie ein, so steht er während der Garantiezeit dafür ein,dass der gekaufte Gegenstand (in der Regel ein technisches Gerät) funktioniert.
Die Frage, ob der Fehler schon von Anfang an vorlag, spielt keine Rolle, so dass der Kunde dies nicht  beweisen muss.
Es haftet der Hersteller.
Die Inanspruchnahme des Herstellers ist zwar grundsätzlich der bequemere Weg.
Allerdings versuchen Hersteller und Verkäufer sich „gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben“.
Ein Anwalt hilft Ihnen bei der Entscheidung wen man in Anspruch nehmen sollte.

Umtausch

Viele Händler nehmen die Ware auch ohne Vorliegen eines Mangels aus Kulanz zurück. Bei Versandhäusern ist der Umtausch in Allgemeinen Geschäftsbedingungengeregelt.
Mit dem Gewährleistungsrecht hat das Umtauschrecht nichts zu tun.

 

Widerruf

Im Versandhandel steht Ihnen ein (i.d.R. zweiwöchiges) Widerrufsrecht zu. Sie können die erhaltene Sache, beispielsweise wenn Ihnen die Ware nicht gefällt, den Vertrag widerrufen und die Ware zurückgeben. Hierauf muss Sie der Verkäufer hinweisen.
Achtung: Ein Widerrufsrecht besteht nicht, wenn das Bestellte durch eine Schutzverpackung gesichert war (z.B. in Folie geschweißt). Aus Erfahrung weiß ich, dass sich einige Unternehmen auf diese Vorschrift berufen, um einen Widerruf nicht akzeptieren zu müssen. In den meisten Fällen ist derartiges Geschäftsgebaren nicht zulässig.


Andere Regelungen gelten für Fernabsatzgeschäfte (Bestellungen per Telefon,Internetoder Katalog).
Für den Zeitraum von zwei Wochen besteht ein Rückgaberecht, auf das der Verkäufer hinweisen muss.

Der Käufer muss seinen Widerruf nicht begründen. oraussetzung für das Widerrufsrecht ist aber, dass Produkte wie Bücher, CDs oder DVDs nicht geöffnet

 

 

Thorsten Bagge
Rechtsanwalt
Hauptstraße 56
37412 Herzberg

Tel. 05521/999 141